Presseinformation

21.02.2020

Bodenrichtwerte für die Stadt Brandenburg an der Havel zum Stichtag 31.12.2019

Auszug aus der digitalen Bodenrichtwertkarte, Bereich Neuschmerzke zum Stichtag 31.12.2019

Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Brandenburg an der Havel hat in seiner Beratung am 30.01.2020 132 Bodenrichtwerte für Bauflächen, 6 für land- bzw. forstwirtschaftliche Nutzungen und 1 Bodenrichtwert für sonstige Nutzungen zum Stichtag 31.12.2019 beschlossen.

Allgemein wurde am Grundstücksmarkt für Bauflächen eine wertsteigende Tendenz festgestellt. Daraus ergab sich für 91 % der BRW eine Wertsteigerung  in einer  Spanne von 7 bis 50 %, wovon der größte Teil der BRW eine Steigerung zwischen 12 und 20 % erfahren hat.

Kurze Zusammenfassung

  • Die Bodenrichtwerte im Kern der Stadt Brandenburg an der Havel sind unterteilt in Zentrumslagen und Zentrumslagen im umfassenden Sanierungsgebiet. Durchschnittlich ergab sich für die BRW im Kern der Stadt Brandenburg an der Havel eine Steigerung von 21 % (Spanne zwischen 17 und 33 %).

    • Für die Zentrumslagen wurden durchgängig Erhöhungen bei den BRW ermittelt.
      Die 12 ausgewiesenen Bodenrichtwerte liegen nun in einer Spanne von 160 bis 330 €/m².
    • Für die Zentrumslagen im umfassenden Sanierungsgebiet wurden 19 Bodenrichtwerte mit dem sanierungsbeeinflussten Zustand (SB) ermittelt.
      Alle 19 ausgewiesenen Bodenrichtwerte haben eine Erhöhung erfahren und liegen in einer Spanne von 40 €/m² (für die Qualität- Gartenbau)  bis 770 €/m² (für die Qualität- gemischte Baufläche- Zentrum).
       

  • In den Wohngebieten der städtischen Lage (bspw. Görden, Eigene Scholle, Mötzower und Krakauer Vorstadt, Quenz usw.) sind 22 Bodenrichtwerte ermittelt worden. Alle BRW haben eine Steigerung erfahren. Die Steigerungen liegen zwischen 9 und 30 % zum Vorjahresniveau.
    Die BRW für Wohnbauflächen liegen zwischen 50 und 120 €/m².
     
  • In den dörflichen Lagen (bspw. Gollwitz, Göttin, Klein Kreutz, Saaringen, Schmerzke, Wilhelmsdorf, Wust) wurden 10 Bodenrichtwerte ermittelt. Hier wurden Erhöhungen der BRW zwischen 9 bis 20 % ermittelt.
    Die BRW in den dörflichen Lagen bewegen sich zwischen 17 und 60 €/m².
     
  • In den Bebauungsplangebieten mit der Ausrichtung für individuelles Wohnen (B-Plangebiete wie bspw. Schmerzke-Zingelheide, Heidekrug, Havelkietz, Osthalbinsel usw.) wurden 11 Bodenrichtwerte ermittelt. Dabei sind drei BRW-Zonen in die benachbarte BRW-Zone aufgegangen, das heißt diese BRW-Zonen werden selbständig nicht mehr fortgeführt (Klein Kreutz-Kiekeberg, Rietzer Weg/Heerstraße, Eigene Scholle-Robinienweg).
    Für zwei Zonen wurde erstmals ein BRW ermittelt – die Zone „Eichhorstweg“ wurde mit 145,- €/m² und die Zone „Märchenviertel“ mit 150,- €/m² eingeführt.
    Das Niveau aller 11 BRW liegt zwischen 70 und 230 €/m², dabei wurden Steigerungen zwischen 7 und 29 % ermittelt.
     
  • Für Gewerbe- und Industriegebiete wurden 13 Bodenrichtwerte ermittelt, wovon 12 auf dem Vorjahresniveau bestätigt wurden.
    Die BRW liegen zwischen 10 und 50 €/m².
    Eine Steigerung wurde für die BRW-Zone „Opelgelände“ von 14,- €/m² auf 15,- €/m² ermittelt.
     
  • In Plaue sind 6 Bodenrichtwerte vorhanden.  Alle BRW haben sich erhöht. Die Erhöhungen liegen zwischen 10 und 17 %.
    Die BRW liegen zwischen 22 und 55 €/m².
     
  • Im Stadtteil Kirchmöser existieren 5 Bodenrichtwerte. Alle BRW haben sich erhöht. Die Erhöhungen liegen zwischen 11 und 17 %.
    Die BRW liegen zwischen 30 und 45 €/m².
     
  • In den Mietwohnungsbaugebieten (bspw. Alter Görden, Große Gartenstraße, Gutenbergstraße, Hohenstücken, Nord, Walzwerksiedlung usw.) wurden 16 Bodenrichtwerte ermittelt. Auch hier wurden durchgehend Steigerungen zwischen  8 und 33 % ermittelt.
    Das BRW-Niveau in den Mietwohungsbaugebieten liegt zwischen 50 und 130 €/m².
     
  • In der Stadt Brandenburg an der Havel werden 4 BRW für Mischgebiete (bspw. Neuendorfer Straße, Geschwister-Scholl-Straße, Jacobstraße usw.) zum Stichtag 31.12.2019 geführt.
    In einer Spanne von 40 bis 170 €/m² wurden die neuen BRW ermittelt;  damit verbunden sind Steigerungen von 14 bis 22 %.
     
  • Seit 2015 werden BRW für kleine Wohnsiedlungen im Außenbereich ermittelt.
    Für „Bohnenland“, „Neu Plaue“ „Görisgräben“ und „Wendgräben“ liegen die BRW zum 31.12.2019 jeweils bei 12 €/m² und haben somit eine 20 %-ige Erhöhung erfahren.
     
  • Seit 2016 werden BRW für 11 Erholungsgebiete ermittelt. Hier wurden alle BRW deutlich erhöht. Die Steigerungen liegen zwischen 25 und 50 %.
    Daraus ergibt sich ein BRW-Niveau in einer Spanne von 13 bis 50,- €/m².
     
  • Die sechs landwirtschaftlichen Bodenrichtwerte haben sich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:

    • Nördlich der Havel

      • Acker: BRW unverändert zum Vorjahr  mit 1,00 €/m²,
      • Grünland: BRW gestiegen von 0,55 €/m² auf 0,60 €/m²,
      • Forst m. A.: BRW gestiegen von 0,80 €/m² auf 0,85 €/m².

    • Südlich der Havel

      • Acker: BRW gestiegen 0,80 €/m² auf 1,00 €/m²,
      • Grünland: BRW gestiegen von 0,60 €/m² auf 0,85 €/m²,
      • Forst m. A.: BRW gesunken von 0,70 €/m² auf 0,65 €/m².

Weitere Informationen zu den Bodenrichtwerten können auf der Interseite der Stadt Brandenburg an der Havel unter „Bodenrichtwerte und Grundstücksmarktberichte“ sowie in der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses, Klosterstraße 14 in 14770 Brandenburg an der Havel und telefonisch unter 03381/58 6203 o. 6205 erhalten werden.

Weiterhin besteht die Möglichkeit der kostenfreien Ansicht der BRW auf dem Bodenrichtwert-Portal „Boris Land Brandenburg“.  Zusätzlich können alle ermittelten BRW auf dem Gebiet des Landes Brandenburg  ab dem Jahr 2010 gebührenfrei im PDF-Format abgerufen werden. Das Portal ist erreichbar unter der Internet-Adresse: www.boris-brandenburg.de